Schockierende Wahrheit über unser explosives Wachstum

By Alex Groß | Der Wandel überrollt uns (Serie)

Jan 23

Welche Ursachen sorgen für das zwanghafte Wachstum unserer Gesellschaft? Ein genauer Blick auf unser Finanzsystem offenbart fundamentale Probleme…

Unser Wohlstand basiert nicht auf realen Werten, sondern auf der Ausbeutung anderer Menschen und der natürlichen Ressourcen. Soviel sollte jeder von uns schon mal unterbewusst verdrängt haben, um damit irgendwie leben zu können. Doch was bedeutet das eigentlich und warum sind wir dazu genötigt?

Zum Auftakt dieser Serie “Der Wandel überrollt uns” möchte ich etwas auf dem Finanzsystem rumhacken und einen tiefen Irrglaube ausräumen. Als fundamentaler Bestandteil unseres kapitalistischen Systems nimmt Geld eine extrem wichtige Rolle ein, die unsere tägliche Lebensweise massiv beeinflusst.

Auch wenn es aus meiner Sicht nicht der Urquell alles Bösen ist, liefert es dennoch einen entschiedenen Beitrag zu der Situation in der wir uns befinden. Gerne werde ich bei Interesse genauer als hier beschrieben auf die Funktionsweise unseres Finanzsystems eingehen. Aber legen wir erstmal los und kommen direkt zur Sache.

Wachstum ohne Gegenwert

Um die Wirtschaft anzukurbeln und wachsen zu lassen werden Kredite vergeben. An sich sind Kredite nichts Verwerfliches und stellen einen wichtigen Teil des Wirtschaftssystems dar. Doch wo kommt das frische Geld eigentlich her?

Entgegen dem allgemeinen Glaube werden nicht die Einlagen der Bankkunden weitergegeben! In dem Fall würde dein Bankguthaben ja weniger werden, wenn die Bank einen Kredit ausgibt.

Bei der Vergabe von Krediten wird durch eine Aktiv-Passiv-Mehrung der Bankbilanz Giralgeld geschöpft, welches als dem Bargeld gleichgestelltes Zahlungsmittel in den Umlauf gerät. Für diesen Prozess wird nur eine geringere Mindestreserve benötigt. Alles klar soweit? Dieser kompliziert klingende Prozess nennt sich sogar Geldschöpfung.

In anderen Worten kann eine Bank virtuelles Buchgeld schaffen, quasi einfach indirekt neues Geld drucken bzw. aus dem Nichts deinem Konto gutschreiben, solange die Bank eine Mindestreserve auf ihrem Zentralbankkonto vorzuweisen hat. Informiere dich bitte selbst, wenn du mir nicht glaubst, z.B. bei der Bundesbank.

Hat eine Bank somit einen gewissen Geldwert im Keller liegen, kann sie diesen z.B. zehnfach verleihen und damit die insgesamte Geldmenge aufblähen. Aus 50 Tausend Euro werden über eine halbe Millionen! Dieses virtueller Geld kann jederzeit in Bargeld umgewandelt werden, im Keller der nächsten Bank landen und wieder zehnfach verliehen werden und so weiter. Ich hoffe du verstehst die Idee.

Folglich erhöht sich die insgesamte Geldmenge, obwohl kein Gegenwert dahinter steht. Anstatt real zu wachsen, wird über die eigenen Verhältnisse gelebt und durch die Aufnahme von Schulden das zwanghafte Wachstum vorangetrieben und eine Abhängigkeit erzeugt. Auf diesen Punkt werde ich im Verlauf dieses Beitrags genauer eingehen.

Natürlich sieht dieses Konzept vor, dass mit der Rückzahlung der Kredite dieses Geld wieder vernichtet wird. Aber was passiert, wenn diese Verbindlichkeiten gegenüber der Bank mit neuen Krediten beglichen werden oder ausfallen? Interessante Themen für eine spannende Diskussion.

Unendliche Geldquelle

Ein kleines Gedankenspiel: Fünf Unternehmer nehmen sich einen Kredit über 100.000 Euro, der ihnen einfach gutgeschrieben werden kann, weil die Bank 50 Tausend Euro auf den Konten der Bankkunden und somit im sprichwörtlichen Keller liegen hat. Es befindet sich somit eine halbe Million frisches Giralgeld im Umlauf.

Die Kredite werden zurückgezahlt, jedoch mit Zinseszinsen. Nehmen wir einfach mal 5% jährlich und eine Laufzeit von 10 Jahren an. Die Höhe des Prozentsatzes ist für das Beispiel nicht relevant. Es werden vereinfacht pro Unternehmer 62.889 Euro Zinsen für den Kredit fällig.

Es wird somit Geld in Höhe von 500.000 Euro in den Umlauf gebracht und 814.447 Euro sind zur Rückzahlung fällig. Nehmen wir zur Vereinfachung an es gäbe nur diese fünf Unternehmer und keine anderen Geldquellen, können systembedingt niemals alle den Kredit zurückzahlen, da schlichtweg nicht genügend Geld im Umlauf ist. Es fehlen 314.447 Euro! Der einzige Weg wäre noch mehr Kredite aufzunehmen, also neue Schulden, um alte Schulden zu begleichen. Doch niemals können sie vollständig zurückgezahlt werden und das Kartenhaus wächst weiter.

Leben wir über unsere Verhältnisse, und Kredite sind das beste Beispiel dafür, wird dies immer auf Kosten anderer passieren. Mindestens einen Verlierer muss es bei diesem Spiel geben, egal ob dies der Nachbar, ein anderes Unternehmen, ein ganzes Land, unsere Umwelt oder die dritte Welt ist! Es wird weniger Geld geschaffen, als mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Irgendwer zieht die berühmte Arschkarte.

Natürlich hat die Bank auch Kosten und Mitarbeiter, die durch die Zinsen bezahlt werden und wodurch ein Teil des Geldes zurück in den Umlauf gerät. Auch werden ausfallende Rückzahlungen darüber bedient, wenn die Sicherheiten nicht ausreichen sollten. Doch es wird immer ein Rest übrig bleiben, der seinen Weg nicht zurück findet und somit kontinuierlich der Gesellschaft entnommen wird.

Versteckte Umverteilung

In unseren Köpfen steckt der Glaube fest, dass Geld für uns “arbeiten” müsse und einen Profit abwerfen muss. Doch letztlich muss jemand diese Arbeitsleistung erbringen. Die Wirtschaft muss immer mehr erwirtschaften, um den exponentiellen Zinsgewinn der wachsenden Geldmenge auszugleichen.

Besitzt jemand ein großes Vermögen, zieht es systembedingt mehr Geld an, da ärmere Menschen fleißig ihre Schulden abbezahlen und die Zinsen erwirtschaften. Sie rackern sich ab und haben am wenigsten davon. Es wandert von der arbeitenden Bevölkerung kontinuierlich zu der wohlhabenden Oberschicht, die sich immer mehr reale Besitztümer aneignet und den Gewinn für sich maximiert.

Kredite nach dem aktuellen System sind für mich ein Instrument der Kontrolle und Vermögensverschiebung. Scheinbar ist immer weniger Geld vorhanden, obwohl die Geldmenge, aber auch die Schulden, immer weiter ansteigen.

In meinen Augen ist es mehr als fragwürdig, an den Zinsen von mehrfach verliehenem Geld zu verdienen, wenn damit der Gesellschaft enormen Schaden zugefügt wird. Es werden nur Verlierer und Abhängigkeit erzeugt, doch die Bank gewinnt immer! Sogar wenn ein Kredit nicht zurück gezahlt werden kann, garantiert sich die Bank ihren Gewinn durch die Sicherheiten. Reale Besitztümer werden mit virtuellem Geld erworben.

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass es große Unterschiede bei den Geschäftspraktiken der verschiedenen Banken gibt. Sparkassen und Volksbanken sind deutlich humaner als z.B. die Deutsche Bank. Hierfür bietet sich bei Interesse ein Blick in die Bilanzen und aufgedeckte dubiose Geschäfte an.

Jetzt kennst du einen wichtigen Grund, warum überall die Rede davon ist, dass kein Geld vorhanden wäre. Es ist vorhanden, doch wird es dem Kreislauf entnommen und häuft sich bei Milliardären an (ohne diese kategorisch schlecht zu reden).

Die Geldmenge explodiert und es bleibt der breiten Bevölkerung immer weniger übrig. Und wir haben noch gar nicht angefangen darüber zu reden, wie mit Wirtschaftskrisen und Krieg systematisch reale Besitztümer durch ein Zusammenspiel diverser Mechanismen ihren Besitzer wechseln.

Unvorstellbare Ausmaße

Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Geldmenge M3 in der Euro-Zone von 4.222 auf 11.864 Milliarden Euro erhöht. Ein Wachstum von 281 Prozent! Quelle anzeigen.

Zudem hat Deutschland offene Forderungen gegen andere EU-Länder in Höhe von 856 Milliarden Euro in 2017 (Target2 Salden)! Quelle anzeigen. Somit haben sich die anderen EU-Länder stark bei uns verschuldet, doch die Rückzahlung bzw. der Ausgleich bleibt bisweilen aus. Es wäre für die Länder nicht zu bewältigen.

Besonders hier merkt man, wie abartig wir von dem Euro profitieren und eine Abhängigkeit aufbauen. Reiche Länder werden reicher, weil die anderen arm sind und Kredite zu schlechten Konditionen bei ihnen aufnehmen müssen. Genauso wie zwischen Gesellschaftsschichten. Wer hätte es gedacht: Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

Geld hat seine Bedeutung als neutrales Tauschmittel leider schon lange verloren! Die Geldmenge ist nicht wie früher beim Goldstandard an reale Werte, z.B. Goldreserven, gekoppelt, sondern besteht aus exponentiell wachsenden Geldmengen, auf deren Definition sich noch nicht einmal geeinigt werden kann. Hast du zufällig auch eine Million auf deinem Konto rumliegen, kannst du eine Bank eröffnen und beim Spiel der Reichen mitspielen.

Langsam werden erste Maßnahmen getroffen dem etwas entgegenzuwirken, z.B. mit einer Niedrigzinspolitik, von der alle enorm profitieren, die weniger als ungefähr eine Millionen auf ihrem Konto haben. Man selbst erhält fast keine Zinsen mehr, zahlt aber auch keine indirekt bei dem Kauf von Gütern und Dienstleistungen. Alle Kosten, und somit auch die Zinsen, fließen ja in den Preis der Produkte ein.

Exponentielles Wachstum

Somit werden auf pump mit virtuellem Geld, ohne jeglichen Gegenwert, Projekte finanziert, um die Wirtschaft immer weiter wachsen zu lassen. Irgendwie müssen die ganzen Schulden und Zinseszinsen ja erwirtschaftet und “zurückgezahlt” werden. Also müssten wir dementsprechend ebenfalls exponentiell wachsen, um dieses Defizit zwischen Geldmenge und Wirtschaftsleistung auszugleichen?

Natürlich gibt es auch Inflation, wenn der Wert des Geldes weniger wird, weil mehr Geld im Umlauf ist als Güter produziert werden. Interessanterweise besteht aufgrund der ungleichen Verteilung des Geldes fast keine Korrelation diesbezüglich. Gewaltige Finanzspritzen sorgen global nicht wie erwartet für eine Inflation, sondern das Geld “verschwindet” ziemlich schnell und sonst passiert auch sehr wenig damit, was der Allgemeinheit nützen würde.

Das große Problem bei dem Ganzen ist, dass anstatt die Geldmenge an reale Werte zu koppeln, sie sich exponentiell immer stärker aufbläht. Doch wir können nicht exponentiell mehr arbeiten und leisten, um dieses abartige Wachstum zu kompensieren und die stetig wachsenden Schulden zu begleichen. Aufgrund der Zinseszinsen wachsen diese exponentiell und somit immer schneller.

Ein kleines Beispiel, um exponentielle Wachstum zu verdeutlichen: Arbeitest du heute 40 Stunden, müsstest du bei einem Wachstum von nur 5% jedes Jahr, und sonst gleichen Umständen, in 10 Jahren 62 Stunden arbeiten, in 20 Jahren 101 Stunden und in 30 Jahren 164 Stunden die Woche. Jetzt bleiben schon nur noch 4 Stunden die ganze Woche für deine Freiheit und Schlaf übrig, in denen du nicht arbeiten musst. 40 Jahre später müsste jeder die Arbeit von früher 6,7 Menschen alleine bewältigen.

Egal wie stark das Wachstum ist, irgendwann explodieren alle exponentiellen Entwicklungen, egal welcher Prozentwert angesetzt wird. Lediglich verschiebt sich der Zeitpunkt ein bisschen. Folglich kann kein System langfristig funktionieren, welches auf exponentiellem Wachstum basiert. Doch wir leben in einem solchen System, das von Beginn an zum Scheitern verurteilt war und ist.

Natürlich kompensiert der technische Fortschritt diesen Effekt deutlich, aber dennoch nicht genügend. Ich führe hier nur kurz den Wandel von der Landwirtschaft über die Industrialisierung zur Dienstleistungsgesellschaft an. Heute kann ein Bauer mit seinen Maschinen hunderte Menschen versorgen. Maschinen erledigen den Großteil der anfallenden Arbeit für uns und verdrängen uns in die letzten verbleibenden Gebiete, wohin die Technik noch nicht vorgedrungen ist oder wir menschlichen Kontakt wollen. In den folgenden Beiträgen dieser Serie gehe ich näher darauf ein.

Krieg erzeugt Wohlstand

Doch warum haben wir uns auf ein solches System eingelassen? Die Antwort ist ganz einfach: Zur Kriegsfinanzierung wurde der Goldstandard abgeschafft, und nach Kriegsende nicht wieder eingesetzt. Lebst du über deine Verhältnisse, kannst du nach dem Sieg über deinen selbst geschaffenen Feind einfach deine Schulden von ihm zurückverlangen und das Defizit ausgleichen. Stichwort Kriegsentschädigung. Aber wollen wir den Konflikt wirklich in einem dritten Weltkrieg austragen? Das ist doch nicht mehr zeitgemäß!

Trotzdem haben wir weiterhin das exponentiell wachsende Problem, dass wir über unsere Verhältnisse leben und unsere Schulden wachsen und wachsen. Es ist kein Ausgleich in Sicht. Es werden neue Schulden aufgenommen, um die alten Schulden zurückzuzahlen. Doch mit den Zinseszinsen muss immer mehr Geld zurückgezahlt werden, als auf diesem Weg in den Umlauf gebracht wurde.

Irgendwann führt uns dieser Teufelskreis in eine Situation, in der wir mehr Geld aus dem Haushalt für die Begleichung der Schulden und Zinsen ausgeben, als wir überhaupt mit Steuern einnehmen können. Und was passiert dann? Nicht ohne Grund wird im alten Testament der Bibel, im Koran und anderen Religionen verboten Zinsen zu verlangen.

Der einzige Grund warum das Kartenhaus insbesondere in den USA bisher nicht zusammengebrochen ist, ist traurigerweise der Krieg in der Welt. Absichtlich wird die Demokratie Ländern näher gebracht, damit Deals mit dem Öl möglich werden bzw. die weltweite Kontrolle über natürliche Rohstoffreserven erlangt wird. Mit dreckigem Geld reale Besitztümer und Reichtum schaffen.

Die aktuelle Leitwährung der Welt, der Dollar, ist eigentlich weniger Wert als das gedruckte Papier, da absolut kein Gegenwert mehr dahinter steht. Solange sie aber mit ihrem Militär Schulden eintreiben können (Druckmittel), keiner freiwillig einen Krieg riskieren möchte und sie den Großteil der weltweiten Ölquellen kontrollieren (ein weiteres Druckmittel), wird das noch eine Weile funktionieren. Ohne die ganzen Auslandsaktivitäten der USA wären sie wahrscheinlich ein Entwicklungsland und der Dollar keinen Cent wert. Das ist nicht nur meine Sicht auf die Situation.

Einen Schritt zurück

Unser großes Vorbild ist ein Land voller Slums und Wolkenkratzer! Ein “normales” Leben mit drei schlecht bezahlten Jobs, um irgendwie über die Runden zu kommen, während sich die Reichen hinter Mauern in Gated Communities verbarrikadieren und mit Privatjets um die Welt jetten. Dies symbolisiert das Wohlstandgefälle, auf das wir auch zusteuern. Das Resultat unseres Systems, welches von der darunter leidenden Mehrheit freudig unterstützt wird. Das System ist kaputt und nicht für die Zukunft geeignet!

Welche Folgen entstehen, wenn an jeden ohne Sicherheiten 110% Kredite für ein Haus und dickes Auto vergeben werden, sieht man an dem Finanzcrash und der folgenden Wirtschaftskrise um 2009. Das Problem bei einem Bankrun, wenn jeder zur Bank rennt, um sein Guthaben abzuheben, liegt darin, dass dieses Geld schlicht nicht vorhanden ist. Müsste es bloß gedruckt werden, würde es die Auszahlung nur etwas verschieben.

Diese Wirtschaftskrisen werden immer heftiger, weil das System auf einem wackeligem Fundament steht und immer wieder Teile des Kartenhauses zusammenbrechen und nur mit Klebeband wieder etwas abgesichert werden. Letztlich muss es jedoch komplett zusammenstürzen und das wird auch passieren, wenn wir nichts fundamental daran ändern. Ein kleiner Windstoß genügt bereits und das System bröckelt weiter!

Lösungsvorschlag

Meine Intention ist keinesfalls nur die Probleme aufzuzeigen und rumzujammern, sondern echte Lösungen im Verlauf dieser Beitragsserie anzubieten, mein Verständnis dieser Welt zu verarbeiten und anderen an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.

Bezüglich des Finanzsystem brauchen wir ein neutrales Zahlungsmittel, welches im gleichen Maße wie alle anderen Vermögensgegenstände an Wert verliert (vgl. Instandhaltungs- und Lagerkosten). Somit wird Geld nicht automatisch vermehrt, wodurch kein Wachstum erzwungen wird.

Das Entnehmen von Geldmitteln aus dem Wirtschaftskreislauf sollte somit besteuert werden (kontinuierlich und nicht zu Stichtagen), wodurch alle Steuereinnahmen bereits gedeckt wären. Der Prozentsatz lässt sich flexibel an die Bedürfnisse der Gesellschaft anpassen. Ein Freibetrag im Rahmen von 10 bis 100 Tausend Euro ermöglicht eine grundlegende Flexibilität. Unternehmen unterliegen den gleichen Prinzipien wie Privatpersonen, um Steuertricks zuvor zu kommen.

Alle anderen Steuern bis auf eine Mehrwertsteuer (Konsum) und Grundsteuer (Fluchtmöglichkeit für Kapital) sollten hierfür entfallen. Somit entsteht ein simples Steuersystem, ohne komplizierte Einkommenssteuer und mit minimalem bürokratischem Aufwand! Reiche werden Aufgrund ihres Vermögens deutlich höher besteuert, arme Menschen hingegen deutlich entlastet.

Die Geldmenge muss begrenzt werden mit einem Ausgleichsmechanismus ähnlich dem Goldstandard, um sich an die reale Wirtschaftsleistung anzupassen. Um das exponentielle Wachstum zu verhindern, darf eine Gesellschaft nicht über ihre Verhältnisse leben und somit nicht künstlich die Wirtschaft ankurbeln.

Keine Geldschöpfung oder Zinsen nach heutigem System!

Kredite dürfen nur den Geldwert erhalten und keinen Profit abwerfen. Der Kreditnehmer übernimmt die Vermögenssteuer, die sonst für den Kreditgeber angefallen wäre. Institutionen können das Risiko des Ausfalls durch eine Versicherung minimieren. Verlustfreies Sparen ist durch das Verleihen von Geld möglich. Ein langfristig funktionierender Mechanismus, auf gleicher Augenhöhe!

Aufgrund dieses Systems würde das kontinuierlich entnommene Geld zurück in die Gesellschaft fließen und kein selbstzerstörerisches Wachstum auf Kosten anderer fortgeführt. Heftige Wirtschaftsschwankungen und Krisen werden durch ein stabiles System ersetzt. Vereinfachungen im Steuersystem bauen unnötige Bürokratie für Bürger, Staat und Unternehmen ab, beseitigen Schwarzarbeit, bevorzugen keine Maschinen gegenüber Menschen, geben ärmeren Menschen mehr finanzielle Freiheit (keine Besteuerung des Einkommens) und ermöglichen genügend Steuereinnahmen für die Gesellschaft.

Eine kleine Idee am Rande: Findet Steuerhinterziehung statt, indem weltweites Vermögen nicht angezeigt wird, kann das Vermögen vollständig enteignet werden und der Gesellschaft zu Gute kommen. Es muss immer mindestens die Differenz zu der in Deutschland anfallenden Steuerlast gezahlt werden, auch wenn Teile bereits in anderen Ländern gezahlt wurden. Wer seine Staatsbürgerschaft abgibt, muss pauschal 25% seines Vermögens abgeben. Anreiz genug?

Desweiteren muss die Welt, insbesondere uns betreffend die NATO, aufhören Angriffskriege zu führen, um eigene Interessen zu verfolgen. Ein sofortiger Rückzug aus diversen Gebieten, Rüstungsabbau und kein Handel mit Kriegsgerät. Die weltweite Gemeinschaft profitiert langfristig mehr vom Frieden. Die Sicherheit des eigenen Landes muss natürlich gewährleistet werden, jedoch die Einmischung in andere Länder sollte nur Aufgrund deren Einwilligung bzw. Hilferuf erfolgen.

Alle Schulden werden niemals zurückgezahlt werden können. Reiche Länder müssen darauf verzichten, um ihnen eine Chance zu bieten dem Teufelskreis der Abhängigkeit entfliehen zu können. Das instabile Kartenhaus muss verschwinden und ein stabiles Fundament erhalten! Wir profitieren alle davon.

Sicherlich sind einige Übergangsmechanismen und ein starker Wille der Bevölkerung erforderlich. Regelungen müssen getroffen werden, wie mit anderen Systemen in der Welt umgegangen wird. Es darf nicht möglich sein, dass Kredite im Ausland aufgenommen werden und die Mechanismen umgehen. Ein Wechselkurs gemäß dem tatsächlichen Wert der Geldmenge kann hier Abhilfe schaffen, lässt aber auch einigen weltweiten Handel kurzfristig zusammenbrechen. Alles ist jedoch besser, als der komplette Zusammensturz des Systems, dem dritten Weltkrieg und dem folgenden weltweiten Chaos!

Vor allem jedoch ist ein Umdenken der Bevölkerung nötig. In den folgenden Beiträgen dieser Serie werde ich auf weitere essentielle Aspekte eingehen, welche von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft sind. Der nächste Beitrag dieser Serie thematisiert unser kaputtes Gesellschaftssystem.

Diskussion

Ich freue mich über deine Meinung in den Kommentaren unter diesem Beitrag! Wenn ich dir einen tieferen Einblick in unser System geben konnte, würde ich mich freuen, wenn du diesen Beitrag mit deinen Freunden und Kollegen teilen könntest. Es geht um unsere Zukunft, und jeder sollte diese Grundlagen verstehen. Wir müssen über diese Probleme als Gesellschaft reden!

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About the Author

Hallo! Ich bin Alex Groß und helfe dir dein Potential zu entfalten, deinen Weg zu finden und in Freiheit zu leben. Seit 10 Jahren verfolge ich das Ziel mit innovativen Ideen und Produkten die Welt zu verändern. Ich bin jetzt 24 Jahre alt und das ist erst der Anfang einer unglaublichen Reise! Wenn du daran glaubst, ist alles möglich!

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